Ein Bild gegen den Krieg – Solidarität mit der Ukraine!
Aktion für Menschlichkeit auf dem Campus des Berufsbildungswerks in Kladow

Der seit dem 24. Februar anhaltende militärische Angriff des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegen die Ukraine schürt Ängste und Sorgen – auch unter den Teilnehmenden und Mitarbeitenden am Rotkreuz-Institut BBW. Als deutliches Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung und gegen den Krieg folgten sie am 10. März dem Aufruf sich auf dem Campus des Berufsbildungswerks in Kladow zu versammeln. Geschäftsführer Andreas Kather erklärte dazu: „Dass wir nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Zeugen eines Angriffskrieges im Herzen Europas werden, der acht Autostunden von uns entfernt täglich neue Menschenleben fordert, und damit grundlegende zivilisatorische Regeln willentlich missachtet werden, erfordert ein Innehalten und ein klares Bekenntnis zur Menschlichkeit, ganz im Sinne der Verwirklichung der DRK-Grundsätze.“
Zu Beginn der Veranstaltung informierte Berufsschulleiter Martin Rump ausführlich über Vorgeschichte und Hintergründe des aktuellen Kriegsgeschehens. Er appellierte an den Friedenswillen, den jede:r im eigenen Alltag stiften könne. Angesichts der Bilderflut sei es in den vergangenen Tagen nicht einfach gewesen „einen kühlen Kopf zu bewahren“, doch genau dazu wolle er beitragen.
Anschließend trafen sich Teilnehmer:innen wie auch Mitarbeiter:innen auf dem Fußballfeld, um zusammen die ukrainische Landesflagge großflächig nachzustellen. Etwa 130 Akteure winkten mit blauen und gelben Blättern. Das dabei entstandene Luftbild ging als Symbol an die Botschaft der Ukraine.
„Die Fassungslosigkeit darf uns nicht depressiv werden lassen“, betonte RKI-Psychologin Cornelia Wrobel. In den nachfolgenden Gesprächsforen ging es um Einordnung, Austausch und Bewältigung der negativen Nachrichten. Außerdem diskutierten die Akteure darüber, welche individuellen Hilfsmaßnahmen für die ukrainischen Bevölkerung nützlich sind und von den Teilnehmenden zeitnah umgesetzt werden können. Solch einen Beitrag zu leisten erschien den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern angesichts der schwierigen Situation vor Ort selbstverständlich. Ein Teilnehmer zog für sich ein deutliches Fazit: „Die Menschen, die trotz der staatlichen Bedrohung vorm Kreml demonstrieren, machen mir Mut.“